= = = = = Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser ! = = = = =
.Ölpeilstabmarkierungen überprüfen / eichen:
Für Motore mit Serienölwanne. - Für AluWannen kenne ich die Füllmengen nicht, müßte aber nach dem gleichen Prinzip funktionieren.
Vorbereitung:
Öl über Nacht ablassen (auch die Galerie läuft trocken, allerdings langsam).
Neuen Ölfilter, vorgefüllt, montieren.
Am nächsten Tag NICHT die Ablaßschraube vergessen!
Peilstab am unteren Ende so bearbeiten/zurechtfeilen/entgraten, daß ein definierter Anschlagpunkt für einen Meßschieber gegeben ist.
Filz-/Lederdichtung im Anschlag überprüfen, ggf. erneuern.
Mit dem BEFÜLLEN beginnen:
Über die GESAMTE Prozedur den Motor NICHT starten.
- Tabelle liest sich von unten nach oben:
------ 5,0 L ----- mit Filterwechsel (~5,1 L)
-------- 4,5 L -------- highhigh optional (Körnerpunkt, + 0,25 L "ÜBERLÜLLUNG")
–– 4,25 L –– MAX
----- 3,75 L ---- Mittelmarke ( - 0,5 L)
–– 3,25 L –– MIN ( - 1,0 L)
-------- 3,0 L -------- lowlow optional (Körnerpunkt, - 0,25 L "UNTERFÜLLUNG")
- Die ersten 3,25/3,0 L einfüllen.
- Ausreichend warten, bis alles Öl in der Wanne angekommen ist.
- Stab stecken und ziehen.
- Vom StabEnde aus mit Meßschieber den Ölstand/mm messen und notieren.
- Die nächste DifferenzMenge dazugeben, warten und
- Ölstand/mm am Stab messen und notieren.
- Wiederholen bis fertig.
–– Mittelmarke –– und –– Körnerpunkte –– sind nur Vorschläge und sollten DEUTLICH SCHWÄCHER angezeichnet werden.
Eine arg eingebeulte Wanne „verreißt“ die angezeigte Füllmenge „parallel“ nach oben.
Sind die min/max-Werte der Originalmarkierungen nur „parallel verschoben“, läßt sich das durch vorsichtiges Ausbeulen der Wanne (dann darauf achten, daß die Wanne NICHT verzieht!) und/oder Einsetzen einer dickeren Dichtung/Distanzer im Anschlag ausgleichen/richten.
Weichen die ermittelten Werte unterschiedlich ab, würde ich versuchen auf den 4,25er-Wert durch eine andere Dichtung/Distanzer zu eichen, um von dort aus die 3,25er- und ggf. die 3,75er-Marke(n) zu ermitteln/anzuzeichnen.
Wenn dies wegen zu großer Abweichungen nicht mehr möglich sein sollte, kann das an falscher Länge des Führungsrohres liegen (lose? Zu (wenig) tief in der Aufnahme im Block?) – Oder es muß insgesamt neu markiert werden. Dann legt es sich nahe -um Verwirrung zu vermeiden-, falsche Marken zu entfernen - ich würde diese jedoch vorher auf die Rückseite des Stabes durch Körnerpunkte übertragen, „Gedächtnis“.
Wer es „genau“ wissen will, läßt das frische Öl nochmals ab und wiederholt den Befüllvorgang zur Überprüfung.
Erst jetzt den Motor starten und ne Proberunde drehen.
Am nächsten Tag den Ölstand kontrollieren, ggf. Öl nachfüllen.
Fertig.
Ergebnis kann dann so oder ähnlich aussehen:
Brünieren:
Ist der Peilstab bei der Aktion zu „glänzend“ geraten (schlechte Ablesbarkeit), kann mit Hausmitteln brüniert werden:
- Den Stab im gewünschten Bereich GRÜNDLICHST reinigen und entölen!!! - und
- in Essigessenz stellen.
Ein brauchbares Ergebnis kann ein paar Tage benötigen.
Die Essigessenz (wiederholt) aufwärmen beschleunigt den Prozeß – VORSICHT: kann beim Eintauchen des Stabes deutlich „sprudeln“.
Am Stab wird sich im Bereich der „luftigen“ Zone „Schmodder“ absetzen, der sich aber leicht mit einem Lappen abwischen läßt.
Frohes Schaffen, Klaus

