soweit die Füße ragen ...
Gaspedal „more sensitiv“
– für Vergaser mit Zugstangenmimik zu den Drosselklappe(n)
Gedacht für Alltagsfahrer: feinere Dosierbarkeit besonders im unteren und mittleren/Teillast Bereich („anti-quickrack“).
Realisierbar für „Haken“- und Kugelkopf-Verbindungen. Bei Bedarf kann ein 2er Kugelkopf montiert werden, s.u.: „Nebeneffekt“.
Hier umgesetzt an einem TR6. Gilt jedoch baureihen- und modelübergreifend. Ggf. muß die Position des neuen Loches angepaßt werden, damit das Pedal in Leerlaufstellung nicht zu weit in den Fußraum ragt.
Es wird NICHTS an der Gemischaufbereitung verändert – allein die Ansteuerung/der Pedalweg ändert/vergrößert sich.
Es wird NICHTS abgeschnitten/-gesägt. Komplett rückbaubar.
- 1. Die Zugstange am Ausleger/Hebel auf der Gaspedalwelle aushängen/trennen.
- 2. Im Fußraum die Anschlagschraube hinter dem Gaspedal gegen eine mit möglichst flachem Kopf und möglichst flacher Kontermutter austauschen und beide soweit wie möglich eindrehen (Maximalanschlag/Vollgas).
- 3. In den Ausleger an der Gaspedalwelle unter das originale Loch der Zugstangenaufnahme in einem Abstand von MAX. 12mm-1/2Zoll (Lochmitten) ein weiteres Loch zur Aufnahme der Zugstange bohren.- Genau arbeiten. Sowohl was den Lochabstand (bestimmt die „Ratio“) als auch den Lochdurchmesser („satte“ Führung, verschleißhemmend) betrifft!
(Abstand Gaspedalwelle/Lochmitte bei mir - original ca. 72mm, - neu ca. 60mm)
- 4. Den Ausleger so auf der Gaspedalwelle positionieren, daß er bei Vollgas (Pedal auf Max-Anschlag blockieren) senkrecht nach oben weist.
- 5. Die Drosselklappen an den Vergasern auf „ganz geöffnet“/Vollgas stellen und blockieren.
- 6. Die Langmutter der Zugstange soweit verstellen, daß diese –unter leichtem Zug: "Spiel aus der Mimik nehmen"– in die neue Bohrung eingeführt werden kann.
- 7. An den Vollgasanschlägen der Drosselklappenwelle mit dünnster Fühllehre überprüfen, ob das Spiel bei durchgetretenem Pedal/Vollgas gegen 0 geht, ggf. nachjustieren.
Fertig.
Ergebnis:
Der Pedalweg VERLÄNGERT sich auf im mittleren Bereich/Teillast ca. 125% (-136%, s.u.) wobei die größte Veränderung im unteren Bereich stattfindet (134% (-156%)) und Richtung Vollgas abnimmt (noch ca. 106-108%).
Bei mir steht das –unbetätigte- Pedal nach der Aktion auf etwa gleicher Höhe mit Brems- und Kupplungspedal.
Mensch kann noch etwas mit der Sekante „spielen“, meint:
- wird der Ausleger bei Vollgasstellung des Pedals um ca. 15° nach vorne geneigt auf die Gaspedalwelle aufgesetzt, werden die (x)-Werte erreicht. Das Pedal kommt dabei weiter in den Fußraum hinein.
- Bei Positionierung des Auslegers um ca. 15° nach hinten reicht das Pedal weniger weit in den Fußraum hinein. Dabei reduziert sich allerdings auch die gewonnene „Verfeinerung“ in der Dosierung/Bedienung.
Kleiner Nebeneffekt:
Hängt mensch die Zugstange nun - OHNE an der Langmutter nachzujustieren! - in das originale Loch ein, wird bei durchgetretenem Pedal die Drosselklappe NICHT mehr vollständig geöffnet: verhindert Vollgasorgien (für den Fall, daß mensch den Wagen auch verleiht). Danach einfach wieder umhängen, alles wie gehabt.
Viel Spaß beim Werkeln.
Grüße, Klaus
Pedalwelle mit Ausleger/Hebel: neue Ausleger/Hebel-Position bei Leerlauf: neue Ausleger/Hebel-Position bei Vollgas: Pedalposition im Leerlauf:

