Haben Oldtimer eine Zukunft?

Hier gehören übergreifende Themen wie z. B. der Wartungsplan vor dem Winterschlaf hinein.

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Bibo
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Haben Oldtimer eine Zukunft?

#1

Beitrag von Bibo »

Hallo,

den Hinweis von S-TYP34 "Die Verbrenner sterben aus, warum eigendlich noch reparieren?" unter TR4A Motor Neuaufbau möchte ich gerne aufnehmen. Diese Gedanken haben sicher einige von uns.

Wie ist Eure Sicht, Einschätzung hinsichtlich Besitz, Restaurierung, Reparatur und insbesondere der Zukunft eines Oldtimers insgesamt? Besteht, unter Berücksichtigung der offensichtlichen Veränderungen unserer Mobilität sowie der globalen Bemühung den Klimaschutz in das Bewusstsein aller zu rücken, überhaupt noch eine reale Chance dieses Hobby fortzuführen? Dieses unabhängig davon welchen Wert ein klassisches Fahrzeug hat und ob es sich um ein einzelnes Fahrzeug oder um eine Sammlung klassischer Fahrzeuge handelt.

Gruß
Bibo
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MadMarx
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#2

Beitrag von MadMarx »

auch die FFF kids werden älter und müssen sich dem leben stellen.
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darock
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#3

Beitrag von darock »

Klar haben sie das!

Jay Leno bringt es auf den Punkt. Der Umbruch in der Mobilität wird uns das Hobby Oldtimer erhalten.

Es gehört zu Kulturgut und das muss auch erhalten werden. Die Frage ist eher, eignen sich aktuelle Fahrzeuge überhaupt als Oldtimer? Ist der ganze Wahnsinn an Regelungselektronik und die Fehleranfälligkeit die daraus resultiert eine Zeichen, dass die meisten aktuellen Fahrzeuge nur mehr Wegwerfprodukte sind?

Unsere Fahrzeuge werden bestehen bleiben aber ich glaube, dass ab 2000 nur mehr wenige sehr spezielle Fahrzeuge zum Oldtimer reifen werden.

Bernhard
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#4

Beitrag von hneuland »

Klar haben sie das!
Unsere Fahrzeuge werden bestehen bleiben aber ich glaube, dass ab 2000 nur mehr wenige sehr spezielle Fahrzeuge zum Oldtimer reifen werden.

Bernhard
so sehe ich das auch (was aber nicht heißt, dass es auch so eintrifft...). Die Fahrzeugelektronik wird auf jeden Fall dafür sorgen, dass aktuelle Autos nicht "oldtimerfähig" sein werden. Während sich Mechanik wohl immer nachfertigen lässt, ist das mit programmierten Elektronikbauteilen eher nicht der Fall. Gerade lässt sich erahnen, was passiert wenn die Chips fehlen! Das wird sich noch steigern, weil Chips nur in Massenfertigung produziert werden können.
Vielleicht wird sich der Eine oder Andere eine Alternative für die "Bordelektronik" ausdenken um beliebte Massen-Suffs über die Zeit zu retten. Aber das hat dann mit Oldtimerei nix mehr zu tun.
Das Ende wird wohl erst dann eingeläutet, wenn es keinen Sprit mehr gibt...
Darüber macht sich keine Gedanken und erst recht keine Sorgen
Horst
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#5

Beitrag von maetes »

Ich gehe mal davon aus, dass der Begriff "Oldtimer" sich vom 30-Jahre Kriterium lösen wird und entweder a) auf einen höheren Zeitraum (50?) verlängert oder b) auf bestimmte Baujahre begrenzt oder c) im Einzelfall durch Gutachten entschieden wird.
Klassifizierte "Kulturgut"-Fahrzeuge werden dann sicher weiter fahren dürfen. Wahrscheinlich ist aber auch, dass der Sprit mal ziemlich teuer werden wird.
Andererseits gibt es genügend Leute, die heute noch viel Geld für einen Porsche oder Ferrari ausgeben. Die kaufen diese Autos nicht, um dann geräuschlos als E-Mobil durch die Gegend zu rollen. Die E-Mobilität allein wird ohnehin nicht die Lösung der Umweltproblematik sein. Im Zweifel gibt es einen verträglichen Mix aus verschiedenen Antriebskonzepten. Da wird der Verbrenner noch ganz schön lange dabei sein. Monokulturen sind eh anfällig. Sieht man ja gerade am deutschen Nadelwald. Und der wird noch nicht mal von Umwelteinflüssen zerstört, sondern vom Borkenkäfer.

Ist ein vielschichtiges Thema....
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#6

Beitrag von Gyula »

Hi!

Ich denke, dass es immer die Möglichkeit geben wird Oldtimer zu bewegen.

Allerdings sehe ich den allgemeinen Untergang der Oldtimer darin, dass die Menschen sehr oft Autos haben wollen, die sie in ihrer frühesten Jugend kennen und lieben gelernt haben. Das war bei mir so und sicher auch bei vielen anderen.
Ich beobachte auch, dass Menschen, die ab den 70 ern geboren sind heute eher zu Autos aus den 70-ern tendieren. Sie haben keinen Zugang zur alten Technik.

Natürlich steigt auch die Unmöglichkeit, ein modernes, mit Microelektronik vollgestopftes Auto über die Zeit zu bringen. Es wird nur einzelnen Personen möglich sein, in 50 Jahren ein Auto aus 2021 technsich in Schuss zu halten.

Oldies werden in der Mehrzahl drastisch an Wert verlieren…
denke ich, da sie niemand haben will….

Gyula
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#7

Beitrag von Ghund »

Gyula hat geschrieben: 11.10.2021, 17:38 Oldies werden in der Mehrzahl drastisch an Wert verlieren…
denke ich, da sie niemand haben will….
So sehe ich es auch, da die Mehrheit der heutigen Jugend nicht die Affinität zu Autos hat wie wir sie Hatten oder haben.

Dazu kommt noch, dass viele im Alter den Traum ihrer Jugend suchen, das sind derzeit Autos aus den 70er 80er und 90er.
Deshalb sind Oldtimer aus den 60er und 50er noch einigermaßen wertstabil und Vorkriegsmodelle in den Letzen Jahren preislich gefallen.

Es gibt aber Modelle die immer Hipp und Zeitlos sind wie z.B. der VW T1 oder T2...

Bei Modellen aus den 2000er gibt es nur selten Korrosion Probleme aber z. B. hat Daimler seid Ende der 90er einen biologisch abbaubaren Kabelbaum zu leichterem Recycling der sich jetzt zersetzt und für Kurzschlüsse sorgt.

Durch die E-Autos wird sich das Tankstellennetz in den nächsten Jahrzehnten sehr ausdünnen, wobei ich nicht glaube dass sich die Benzinpreise erheblich verteuert.

Gruß Gernot
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#8

Beitrag von Ghund »

Gyula hat geschrieben: 11.10.2021, 17:38 Oldies werden in der Mehrzahl drastisch an Wert verlieren…
denke ich, da sie niemand haben will….
So sehe ich es auch, da die Mehrheit der heutigen Jugend nicht die Affinität zu Autos hat wie wir sie hatten oder haben.

Dazu kommt noch, dass viele im Alter den Traum ihrer Jugend suchen, das sind derzeit Autos aus den 70er 80er und 90er.
Deshalb sind Oldtimer aus den 60er und 50er noch einigermaßen wertstabil und Vorkriegsmodelle in den Letzen Jahren preislich gefallen.

Es gibt aber Modelle die immer Hipp und Zeitlos sind wie z.B. der VW T1 oder T2...

Bei Modellen aus den 2000er gibt es nur selten Korrosion Probleme aber z. B. hat Daimler seid Ende der 90er einen biologisch abbaubaren Kabelbaum zu leichterem Recycling der sich jetzt zersetzt und für Kurzschlüsse sorgt.

Durch die E-Autos wird sich das Tankstellennetz in den nächsten Jahrzehnten sehr ausdünnen, wobei ich nicht glaube dass sich die Benzinpreise erheblich verteuert.

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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#9

Beitrag von Kamphausen »

darock hat geschrieben: 11.10.2021, 15:35 Klar haben sie das!

Jay Leno bringt es auf den Punkt. Der Umbruch in der Mobilität wird uns das Hobby Oldtimer erhalten.

Es gehört zu Kulturgut und das muss auch erhalten werden.
Naja....

Die "Oltimerei" wird wohl eher mit den jetzigen Besitzern aussterben.....
(Bezogen auf Oldtimer und nicht auf Spekulationsobjekte...)

Die heutigen "Steuergerätewahnsinn" bekommt man in Zukunft genau so unter Kontrolle wie manche heute schon ne elektonische Einspritzanlage....

Und das mit dem "Kulturgut" ist genau so wie mit der Folklore hier im Ruhrgebiet von wegen Steinkohle: Schon lange Tot...nur gibt´s mache, die das noch nicht mit bekommen haben...
Läuft unter "clash of generations"....Aber war schon immer so und wird immer so bleiben....

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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#10

Beitrag von Papatom »

Es liegt doch an uns, andere Menschen zu begeistern. Ich arbeite seit Jahren daran, meine Kinder für das Thema zu begeistern.
Außerdem organisiere ich mit einem Freund seit 2016 einmal im Jahr eine Ausfahrt für Nichtoldtimerinhaber. Inzwischen sind wir nicht mehr 10 Inhaber, sondern 14 !! Der Oldtimervirus hat also angesteckt.
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#11

Beitrag von V8 »

FB_IMG_1632484131827.jpg
Der Deutsche ist neidisch, hört keiner gerne, ist aber leider so. Von daher hat der Kampf gegen Autos schon lange die von Toyota getriebene Aktion gegen prestigeträchtige, deutsche Autos überschritten. Der Wettbewerb hat die Achillesferse der deutschen Nobelmarken erkannt und das ist der Spritverbrauch

Als Nächstes ist es gelungen, diese Neiddebatte auf die SUV zu übertragen, obwohl doch mittlerweile sogar Lieschen Müller weiß, daß viele SUV auf den Limousinen des gleichen Hauses basieren und der Mehrverbrauch marginal ist. Man sieht an dem Bild, wie sehr Anteil und Aktion bezüglich Pkw CO2 auseinander gehen.

Jetzt kann es einerseits passieren, daß der Oldie abseits des allgemeinen Fokus einfach unbeachtet bleibt, oder plötzlich doch durch Zufälle ebenfalls Neid auslöst, Stichwort Jay Leno. Da dem Oldtimer aktuell eigentlich eher Freundlichkeit und Interesse entgegenschlägt, gibt's durchaus Hoffnung, daß es so bleibt und der Oldie gemäß seinem wirklichen Anteil bewertet wird. Dem ist aktuell übrigens nicht so, weil in der Politik gern von der Stückzahl der BRD Oldies geredet wird und völlig unbeachtet bleibt, daß viele Besitzer mehrere Oldies haben, aber nur Einen und den nur selten bewegen.

Die Anforderungen an die Oldtimerrestaurierung steigen ja mit jedem Baujahr. Das Auto von Berta Benz hat der örtliche Schuster repariert, das Model T der Hufschmied. Unsere Oldtimer können findige Eigentümer selber reparieren, aber es wird schon diffizieler, wie häufige Streitgespräche zeigen. Mit der modernen Elektronik kam eine neue Hürde dazu und aktuelle Modelle sind einfach Schrott, wenn Ersatzteile fehlen.

Das Bussystem verheiratet sich zum Beispiel mit dem Lenkradschloss dauerhaft und ein Teil vom Schrottplatz kann deswegen nicht getauscht werden, weil der Hersteller Energie verwendet, daß das genau nicht klappt wg Diebstahlsicherung.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#12

Beitrag von Kamphausen »

V8 hat geschrieben: 12.10.2021, 07:52 weil der Hersteller Energie verwendet, daß das genau nicht klappt wg Diebstahlsicherung.
Und genau da kommen findige Tüftler in´s Spiel, die das mit jeweils aktueller Technik aushebeln....

Die EEProms der alten Einspritzcomputer lassen sich nicht auslesen? Egal: Mit ner Labdasonde "lernen" die aktuellen Megasquirt &Co. einfach selber die Einspritzmengen....
Schleifkontakte werden durch Hallsensoren ersetzt etc.

Die Frage ist, ob das dann noch für den ambitionierten Altblechenthusiasten machbar ist oder Spezialisten braucht, um den immer komplizierter werdenden Firlefanz am Leben zu halten...
Ich für meinen Teil fahr nen "Oltimer" als Alltagsauto, weil ich das bei dem selber kann....

Bis zum Aufkommen des Steinkohlebergbaus hat die Menschheit "nachhaltig" gelebt: abgesehen von ein paar Steinbrüchen wurde verbraucht, was nachgewachsen ist (oder zumindest hätte Nachwachsen können)...
Seit dem leben wir über unsere Verhältnisse und verbrauchen Ressourcen, die nur ein mal verbraucht werden können und dann nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen...das stört mich bei nem Marmor-Steinbruch wenig....Bei der Ausrottung von Tieren oder unbewohnbar machen von Landschaften schon...

Aber wir gleiten vom Thema ab....

Für mich haben Oldtimer keine längere Zukunft....Viele Hobbies, die eine Generation betrieb, ist halt in der nächsten nicht mehr da ....
Briefmarken sammeln
Telefonkarten sammeln
Brieftauben züchten

Mal davon abgesehen, das man für Hobbies Freizeit braucht und diese erst seit ~100 Jahren der breiten Masse zur Verfügung steht, sind die jeweiligen Hobbies noch kürzere Zeit-Erscheinungen, die das einzelne Individuum aber nicht als solche wahr nimmt...

Peter
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#13

Beitrag von V8 »

Da bin ich mal ganz anderer Meinung.

Einerseits war bei meinem Benz der Airbagsensor kaputt u das Display wird dann echt lästig. Sensor getauscht u Software sagt "so nicht, zwei unterschiedliche Marken rechts u links verwendet". Ich glaube nicht, daß man das austricksen kann und es kann noch deutlich schlimmer werden, daß der Bock gar nicht mehr fährt!

Andererseits gibt's ne Zulassung, die den aktuellen Computer beinhaltet. Beim Tausch entfällt die Abgaszulassung und man wäre illegal. Ganz davon ab schwätzen moderne Autos mit dem Werk und wenn man da rumfummelt geht's einem wie dem Teslafahrer aus Neuseeland, der einen Unfallschaden repariert hat u das Werk ihm die Ladefunktion abgeknipst hat.

Ressourcen an Sprit sind nicht das Problem, aktuell sind mehr Reserven nachgewiesen als jemals zuvor und die Möglichkeit EFuel herzustellen wird immer wirtschaftlicher.

Ausbeutung haben wir ganz woanders. Die Staaten, nicht die Autos, leben nicht nachhaltig u über ihre Verhältnisse. Deutschland sowieso, Steuern an der Decke und trotzdem reicht es nicht. Dazu kommen die Target Salden, die niemals ausgeglichen werden. Wir verschenken noch zusätzlich unsere Maschinen etc an beispielsweise die Italiener.

Wenn heute eine italienische Firma bei uns eine Pumpe kauft, zahlt die an eine italienische Bank, die meldet einen Target Betrag an eine deutsche Bank u die zahlt an die deutsche Firma. Die Italiener haben also bei den Deutschen einen vollen Bierdeckel wie viele andere Länder auch, der niemals ausgeglichen wird und der Wirt geht übertragen zur Bank und zeigt die Deckel vor, um neue Kredite zu kriegen. In Wirklichkeit sind alle, einschließlich Wirt, Pleite! Das ist ein Beispiel für nicht nachhaltiges leben, sondern typisch für "nach mir die Sintflut!"

Der Oldtimerfan unterstützt den heimischen Handwerker, nutzt Produkte nachhaltig und setzt bei Treffen etc noch Zeichen, daß man eben nicht jedes Jahr ein neues iPhone braucht, sondern Kontinuität auch was befriedigendes hat.

Unsere Probleme liegen ganz woanders, Deutschland ist für 2% der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich und reduziert seit Jahren, während andere Länder erst am Anfang der Industrialisierung stehen. Nur diese unsinnigen Aktionen sind willkommen, lenken sie doch prima davon ab, daß wir mit steigender Geschwindigkeit auf den Abgrund zurasen.
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#14

Beitrag von hneuland »

irgendwie 'ne attraktive Diskussion, die sich sicher endlos weiter führen lässt. Andreas hat schon Recht, wenn man das bei den Deutschen auf 'ne Neiddebatte reduziert. Aber andernorts gibt es genauso'ne Bekloppte. Die Chinesen etwa, die alle alte verfügbare Technik und Optik aufkaufen - Radios, Kameras und sowas.

Nee, nee, unseren Oldtimer-Fetischismus muss man schon mit etwas mehr erklären als mit purer Nostalgie. Das steckt auch ein Stück Bewunderung drin, für das was unsere Altvorderen (uns mittlerweile eingeschlossen) mit eher "primitiven" Mitteln auf die Beine gestellt haben. Mit der Musik ist es ja ähnlich, da hat man alles was mehr als 150 Jahre alt ist zu Klassikern gemacht (und spielt die auch heute noch mit immer neuen Modifikationen).

Ich könnt' noch weiter philosophieren, aber wen Interessierts? Für mich (und ich glaube auch etliche andere in unserer Runde) ist es eher wichtig die Nische in der wir uns bewegen zu erhalten. Ob das so bleiben wird? Schau'n mer mal...

LG Horst
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Re: Haben Oldtimer eine Zukunft?

#15

Beitrag von Bibo »

Hallo,

dann ist es doch sinnvoller und wirtschaftlicher, für die noch verbleibende Zeit in der Oldtimer noch so wie wir es kennen bewegt und benutzt werden dürfen, einen gut erhaltenen oder gut restaurierten Oldtimer zu kaufen, als viel Zeit und mehrere zehntausend (oder hunderttausend) Euro in eine aufwendige Restaurierung zu investieren. Dieses natürlich in Verbindung mit allen negativen Konsequenzen für das Umfeld, Handwerk, Werkstätten und Menschen welche die Oldtimerei begleiten.

Gruß
Bibo
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