Motor-Revision mit leichter Optimierung

Zylinderkopf, Nockenwelle, Ventile, Kipphebel, Motorblock, Pleuel, Kolben, Kurbelwelle, Auspuff, Krümmer...
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Josa
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Motor-Revision mit leichter Optimierung

#1

Beitrag von Josa » 29.10.2020, 18:09

Hallo,
ich bin dabei, meinen TR6 US Motor zu überholen. Ich habe das Forum auch schon fleißig durchsucht und schon viele Infos gefunden, aber ich habe noch Wissenslücken die ich schließen will und möchte ich die Teile noch vor dem Brexit in UK bestellen.

Ausgangssituation: US Spec CF-Motor 1974, ca. 70tsd Miles gelaufen

Die folgenden Eigenschaften soll das Maschinchen dann haben:
- Motor auf PI-Spec (CR)
- Möglichst viel Drehmoment im unteren Bereich, ich drehe selten über 5000U/Min
- EFI Einspritzung mit Kat, sequentieller Einspritzung und ruhender Zündung
- Fächerkrümmer 6-2 mit Serientopf
- PI Ansauganlage aber Drokla entfernt und statt dessen single Drosselklappe am Luftsammler
- Standard Drivetrain TR Getriebe mit J-Type OD und 3.45er HA

Den Motor habe ich zerlegt und vermessen, ich komme mit dem ersten Übermaß bei den Lagern und Kolbenringen hin, Zylinder noch schön rund.
Der Block und Zylinderkopf werde ich aber dann zum Motorenbauer bringen.

So, nun zu den Details:
Welche Nockenwelle soll ich verwenden
- Nockenwelle von KENT, 270 Grad, 31/59 – 67/23
- oder Serienwelle von den CF/CR Motoren ab1972, 3 Ringe, 256 Grad, 18/58 – 58/18

Da meine originale Nockenwelle noch gut ist; lohnt es sich die Kent-Welle überhaupt?
Wenn ich mich richtig erinnere, bedeutet eine kürze EV Zeit und früheres Öffnen mehr Drehmoment und weniger Leistung im oberen Drehzahlband… und das will ich ja.

Zylinderkopf:
- planen auf 13,3 mm Brennraumhöhe (PI Spec)
- Ventilführungen tauschen – Standard oder Bronze?
- Ventilsitzringe – sind die von unseren Lieferanten OK oder besser vom Motorenbauer anfertigen lassen?
- muss ich andere Ventilfedern für die Kent NW verwenden?
- Macht es Sinn, die größeren EV vom frühen PI zu nehmen?
- Ich möchte auch Ventilschaftdichtungen verbauen, hat das jemand von euch schon gemacht?
- ZKD – ist die Payen OK oder besser etwas anderes?
- Macht es Sinn, die externe Ölleitung für die Kipphebelwelle zu verwenden?
- Übergänge der Ports werde ich bearbeiten

Block:
- Welche Stößeltassen kann ich verwenden? Da kein Rennmotor, reichen die Standardtassen von den Leferanten?
- Motorbauer soll den Block waschen, bearbeiten, noch mal alles nachmessen, die Dichtflächen „schön machen“. Die Ölkanäle prüfe ich danach selbst noch mal alle.
- die Pleuel auf Verzug prüfen und ggf. richten
- Kurbelwelle checken und mit Schwingungsdämpfer und anmontieren Triggerrad feinwuchten.
- Die Ölpumpe ist noch im Toleranzbereich und bleibt

Das sind jetzt eine Menge Fragen, aber mit dem neuen Lockdown hat der eine oder andere vielleicht etwas mehr Zeit und kann mir weiterhelfen. :-?
Vielen Dank schon mal für eure Antworten und bleibt gesund!

Grüße, Jochen

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#2

Beitrag von Kamphausen » 29.10.2020, 18:58

Das klingt stark nach Schnippel-Jünger....
Und ich werd mir hier nicht noch mal die Finger verbrennen....

Tipps gibt´s Offline, wenn Du willst...aber garantiert nicht mehr in diesem Forum...

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Mir reichts, ich geh schaukeln!
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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#3

Beitrag von Timm » 29.10.2020, 20:30

ganz grob, ich würde 2 Phasen machen:

- Motor gesund machen, Spritzufuhr und Zündung lassen und einfahren
- wenn es langt lassen
- dann EFI o.ä

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#4

Beitrag von JochemsTR » 29.10.2020, 21:03

Das klingt stark nach Schnippel-Jünger....
Und ich werd mir hier nicht noch mal die Finger verbrennen....

Tipps gibt´s Offline, wenn Du willst...aber garantiert nicht mehr in diesem Forum...

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Ich denke Tipps zu den eigenen Motorkonfiguration und Lessons Learned sind durchaus willkommen. Da muss man sein Finger gar nicht verbrennen.

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#5

Beitrag von Julius » 29.10.2020, 22:16

JochemsTR hat geschrieben:
29.10.2020, 21:03
Das klingt stark nach Schnippel-Jünger....
Und ich werd mir hier nicht noch mal die Finger verbrennen....

Tipps gibt´s Offline, wenn Du willst...aber garantiert nicht mehr in diesem Forum...

Peter
Ich denke Tipps zu den eigenen Motorkonfiguration und Lessons Learned sind durchaus willkommen. Da muss man sein Finger gar nicht verbrennen.

Jochem
... ich denke,da will nur jemand wieder stänkern u.Stimmung gegen ein anders Mitglied machen.
Der Beitrag der dagegen hält wurde komischerweise gelöscht.
Gruß Axel

Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde!

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#6

Beitrag von runup » 29.10.2020, 22:43

..axel :top: es gibt eben"wadlbeisser" die können IDEEN zwischen den ohren eben NICHT umsetzen.
da wird dann eine beschwerde eingereicht und dann kommt der LÖSCHMEISTER
aber humor ist... wenn man trotzdem lacht
servus und gesund bleiben :wave:

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#7

Beitrag von JochemsTR » 30.10.2020, 05:21

vielleicht mal wieder zurück zum Thema....
So, nun zu den Details:
Welche Nockenwelle soll ich verwenden
- Nockenwelle von KENT, 270 Grad, 31/59 – 67/23
- oder Serienwelle von den CF/CR Motoren ab1972, 3 Ringe, 256 Grad, 18/58 – 58/18

Da meine originale Nockenwelle noch gut ist; lohnt es sich die Kent-Welle überhaupt?
Wenn ich mich richtig erinnere, bedeutet eine kürze EV Zeit und früheres Öffnen mehr Drehmoment und weniger Leistung im oberen Drehzahlband… und das will ich ja.
oder Newman 260.
Das ist DER Drehmoment NW.
Passende Becher und Federn dazu.
- EFI Einspritzung mit Kat, sequentieller Einspritzung und ruhender Zündung
- Fächerkrümmer 6-2 mit Serientopf
- PI Ansauganlage aber Drokla entfernt und statt dessen single Drosselklappe am Luftsammler
Mein Tipp: bevor du hier mit der Einspritzung anfängst, schau dass der Motor erst zuverlässig anspringt und seine ersten 20 Minuten hinter sich bringt. Es wäre sehr Schade, wenn Du beim ersten Start den Trigger verstellen musst, fuel table nicht stimmt, usw. Dann tust du deinem Motor in dieser kritischen Phase keinen Gefallen. Eine neue single Drosselklappe und einen Luftsammler hätte ich noch. Welches Steuergerät hast du dir überlegt?

Jochem
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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#8

Beitrag von gelpont19 » 30.10.2020, 09:11

JochemsTR hat geschrieben:
30.10.2020, 05:21

oder Newman 260.
Das ist DER Drehmoment NW.
Passende Becher und Federn dazu.

Jochem
Moin Jochem,
...hattest du am Anfang nicht auch ne 260er Newman drinne ?? Kann mich dumpf erinnern, dass wir da mit dem Drehmoment nicht weit auseinander lagen...
Newmann 220 NM ?? Kent 211 NM !
So besonders groß war der Unterschied nicht...

win
Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#9

Beitrag von JochemsTR » 30.10.2020, 09:27

Moin Jochem,
...hattest du am Anfang nicht auch ne 260er Newman drinne ?? Kann mich dumpf erinnern, dass wir da mit dem Drehmoment nicht weit auseinander lagen...
Newmann 220 NM ?? Kent 211 NM !
So besonders groß war der Unterschied nicht...
nicht ganz....ich hatte der Kent 270° eingebaut.
https://tr-freun.de/phpBB3/viewtopic.php?f=10&t=14739

Jochen schrieb, dass er mehr interessiert im Drehmoment im unteren Bereich ist....da könnte der NW 260 besser sein.

Grüße Jochem
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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#10

Beitrag von Josa » 30.10.2020, 10:49

Hallo Jochem,

ich habe deine Beiträge schon mit großem Interesse verfolgt und werde mich per PN mit dir weiter bzgl. EFI austauschen. Welche EFI ich verwende, habe ich noch nicht beschlossen, ich schaue mir gerade die Manuals der Gängigen an. Das Thema EFI will ich aber nicht hier in diesem Forum diskutiere, da gibt es zu viele "komische" Reaktionen...

Ich habe aber von euch einen wichtigen Tipp mitgenommen: erst mal den Motor wieder einfahren und die "externen" Modifikationen danach machen. Also dann erst mal wieder die Stromberg Carbs drauf

Die Kopfarbeiten will ich aber natürlich machen, so daß später nicht erneut der Kopf runter muss.
Bleiben also die Fragen zu den Ventilen und Federn...

Danke schon mal und viele Grüße, Jochen

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#11

Beitrag von Fuzzy » 30.10.2020, 12:16

Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
Das Thema ist nicht ganz einfach und da wird am Ende jeder seinen eigenen Weg gehen müssen.
z.B.:
Kolben: original (Repros) oder VW oder Schmiedekolben
Pleuel: original oder original optimiert oder H-Schaft von MSR
Schwungscheibe: original oder original erleichtert oder Fidanza
Nice to have, aber sicher sehr angenehm und spritzig: Kurbeltrieb, bewegte Masse im Block so leicht als möglich.
Ohne Diskussion: Alles fein wuchten.

Kopf:
PI Verdichtung oder je nach NW auch etwas mehr
Ventile: original oder original neu konturiert oder .....
Führungen: je nach Material des Ventilschafts
Sitzringe: keine oder nur Auslass oder Auslass und Einlass
Kanäle, Übergänge, .... optimiert.
Federn: je nach NW, auf jeden Fall so wenig wie möglich und so viel wie nötig Kraft. Jochem hat da auch schon ausführlich darüber berichtet.
Nockenwelle: Da scheiden sich die Geister ....

Ich bin die 260er Newman in einem 6er gefahren und war überrascht. >>>leichtfüßig, spritzig praktisch aus dem Stand bis ca. 5000 U/min. Der Motor hat 060er Kolben, sonst ist der Unterbau gewuchtet und original. Kopf der frühe mit der schlechteren, kurzen Ansaugbrücke. Kanäle, Übergänge etwas überarbeitet. Ohne EFI, nur mit 2 ZS CD2, die EFI habe ich in diesem Aufbau auch nicht vermisst. Aber die EFI kann das Ganze sicher noch verbessern.. Das Ding läuft auf jeden Fall unspektakulär und richtig gut.
Klar, wer über 5000 raus will, der braucht eine andere NW. Darock hat mal ein Leistunsdiagramm veröffentlicht.
144PS, 225Nm und über 200Nm von 2000-4800 U/min. Bei dem 6er den ich gefahren bin, war genau das das Beeindruckende. Das Ding zieht praktisch immer gleich wenn man Gas gibt. Ohne besondere Höhen, aber eben auch ohne jegliche Tiefen.

Ein 3,45er Differential. mit OD ist ewig lang. Das würde aus meiner Sicht zur Kraft aus dem Drehzahlkeller sehr gut passen.
Ein 3,7er würde wahrscheinlich eher bei einer Drehzahl-NW passen.

Eins noch, ich habe gerade auch 2 6-Zylinder-Motoren in Arbeit und habe am Ende bei der NW die Qual der Wahl.
Aufbau des Unterbaus:
Späte Blöcke
H-Schaft-Pleuel von MSR
Schmiedekolben aus deutscher Produktion
Originale Schwungscheiben erleichtert
KW nitriert
Alles gewuchtet

Köpfe:
Kanäle, Übergänge optimieren
Einlassventile original, Kontur optimiert ohne Sitzringe.
Ausmass etwas größer aus etwas spezielleren Material mit Sitzringen.
Führungen >>>noch keine Ahnung :-?

Nockenwelle und Kraftstoffsystem:
1x original 280er CP-Pi mit originaler Lucas-PI.
1x schau mer mal ..... :-? :lol:


Viel Spaß und viel Erfolg.


Gruß,
Jörg

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#12

Beitrag von darock » 30.10.2020, 13:04

Von den Ansprüchen die du hast bist du wahrscheinlich wirklich bei der Newman PH1 sehr gut aufgehoben.

Newman 260 mit Becher
PI CP Doppelfedern
Maxspeed Schmiedepleuel (leicht!)

Kopf leicht bearbeiten. Kleinen Radius schön runden und Kanäle angleichen.
Große Auslassventile vom CP PI.

Fertig. Das ganze ist Kosten technisch überschaubar und sehr effektiv.

Ich bleibe dabei, auch wenn der neue extrem gemachter Motor super spaßig ist, mein Newman Motor war trotzdem der passendere Motor für das Auto.

Bernhard

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#13

Beitrag von runup » 30.10.2020, 19:46

servus jochen
was ist denn mit dem jetzigen motor" der bayrische einspritzer"?
ist der nicht mehr ... up to date..? oder war der nie ..eingebaut?
:genau: da war doch mal was.
mfg

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#14

Beitrag von Kamphausen » 30.10.2020, 23:55

Josa hat geschrieben:
29.10.2020, 18:09
Die folgenden Eigenschaften soll das Maschinchen dann haben:
- Motor auf PI-Spec (CR)
- Möglichst viel Drehmoment im unteren Bereich, ich drehe selten über 5000U/Min
- EFI Einspritzung mit Kat, sequentieller Einspritzung und ruhender Zündung
- Fächerkrümmer 6-2 mit Serientopf
- PI Ansauganlage aber Drokla entfernt und statt dessen single Drosselklappe am Luftsammler
- Standard Drivetrain TR Getriebe mit J-Type OD und 3.45er HA

Das sind jetzt eine Menge Fragen, aber mit dem neuen Lockdown hat der eine oder andere vielleicht etwas mehr Zeit und kann mir weiterhelfen. :-?
Vielen Dank schon mal für eure Antworten und bleibt gesund!

Grüße, Jochen
Investier die 20 Euro Sprit und fahr mal zu Jochem...er läßt Dich bestimmt mal ne Runde fahren. Dann wirst Du von dem Trip mit ner einzelnen Drokla oder dem Irrglaube, das 300° kein Drehmoment liefern, geheilt...
Sequenzielle Einspritzung macht übrigens keinen Sinn, wenn die Düse nicht auf´s Ventil spritzt...und das macht sie bei Deinem Umbau voraussichtlich ja nicht...

Wuchten würd ich die Kurbelwelle auch mit Schwungscheibe und Automat...den mechanischen Luftquirl hast du hoffentlich schon entfernt?
Warum Kat? Dann nimmst Du dir viele Möglichkeiten: Leerlauf bei Lambda1 ist Scheiße beim TR-Motor....und auch wird´s dann Aufwändig mit der Kühlung, weil er über´s komplette Band ja viel magerer laufen muß als von den Ingeniööören angedacht...
Stößeltassen müssen zum Kurbelwellenschliff passen...ich hab 280er Bastuck/Kent mit "uprated" Bechern vom TR-Shop London...der nächste Motor bekommt 300er Kent mit Rollerrocker :-D Bei Newmann muß man glaube ich auch Newmann Becher nehmen, sonst drehen die sich nicht...
Wenn Du deine Nockenwelle läßt, kannst Du bei entsprechendem Verschleißbild ja die alten behalten...Ist auch gut, weil sich die Stößel ja drauf eingearbeitet haben....
Aber bei Nockenwellen geht´s ja nicht nur um den Überschneidungswinkel, sondern - bei Langhubern besonders wichtig - den Nockenhub...also denk auch mal über Rollenkipphebel mit längerer Übersetzung nach...das gibt Brennraumfüllung!

Ach..und kauf dir ne erleichterte Stahlschwungscheibe bei Bastuck + Zahnkranz bei Rimmer....

Ventilfedern: Hier hat Jochem ja schon die Ergebnisse von Saschas Versuchsreihe veröffentlicht...
Kopf planen: Erst mal Ventile rein und auslitern....dann passend zur Nockenwelle die Brennraumgröße berechnen, die Du haben willst...ich bin hier "konservativ" geblieben, weil ich weiter mit 95 Oktan fahren wollte...
Gruß Peter

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Re: Motor-Revision mit leichter Optimierung

#15

Beitrag von Sascha » 31.10.2020, 06:15

Guten Morgen in die Runde, sicherlich gibt es jetzt Ansätze…. Mir gerade von Peter zu forsch, da wäre ich etwas vorsichtiger. Das gesamte Packet sollte stimmen und nicht heute Back ich morgen Braue ich und nur weil die Nockenwelle schön aussieht und noch nicht alt ist die einzubauen, funktionieren werden sie alle, ob sie zu deinen wünschen passen ist für fraglich.

Du machst aus einem Esel nicht einfach eine Dampflok und schnürst dir hintern rum mit einem Kat alles wieder zu.

Jochen, ich würde auf jeden fall mit TR Fahren sprechen die in dem Bereich Erfahrungen und Erkenntnisse haben. Da gehört Jochem ganz klar dazu !
Aber auch viel Lektüre die du mit Sicherheit schon gelesen hast, da finde ich ja auch die Artikel vom Stephan Schamschula formidabel.

Bei dem Wunsch Sequenzielle Einzuspritzen hast du dich bei den Steuergeräten in der Auswahl beschränkt, das muss tatsächlich nicht sein, es bringt nur irre viel Arbeit die Phasen zu finden bei wieviel Grad NW Stellung , Drehzahl , Temperatur usw. optimal eingespritzt wird. Dagegen ist eine ruhende Zündung lächerlich einzustellen.



Gruss und schönes WE
Sascha

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