Ausrückwelle arretierung

Alles was mit der Kupplung zu tun hat.

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exel
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Ausrückwelle arretierung

#1

Beitrag von exel »

Hallo zusammen,

hab gerade mein Getriebe ausgebaut, weil mich der altbekannte Bolzenbruch, Ausrückwelle/-Gabel, auch erwischt hat.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass die Ausrückwelle keinerlei Arretierung seitlich hat, das heißt, die Welle kann nach dem entfernen des Bolzens,(der sowieso schon ab ist)
einfach rausgezogen werden.
Ist das normal, oder müsste die Welle nicht wenigstens an einer Seite eine Arretierung haben, denn in der Getriebeglocke wo die Welle gelagert ist, sind Querbohrungen vorhanden, dazu müsste die Welle allerdings einen Einstich haben, der aber bei mir nicht vorhanden ist.
Wie ist das bei euch?

Gruß Rupert
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Re: Ausrückwelle arretierung

#2

Beitrag von S-TYP34 »

Hallo Rupert
Wäre gut zu wissen um welchen Tr-Typ es sich bei Dir handelt,
von Tr 2 - 6 wurde genau dieses Teil immer wieder geändert,
dann kann man auch was passendes schreiben.
Das Getriebe kann auch in den langen Autoleben ein paarmal gewechselt worden sein,
Frage: original getauscht oder...oder?

Gruß

Harald
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exel
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Re: Ausrückwelle arretierung

#3

Beitrag von exel »

Hallo Harald,
es handelt sich um einen TR6 Vergaser BJ. 1969.
Ob es noch das Originalgetriebe ist kann ich nicht sagen, ich hab es jedenfalls nicht getauscht.

Gruß Rupert
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Re: Ausrückwelle arretierung

#4

Beitrag von darock »

Ich habe noch nie gesehen, dass die Welle eine seitliche Arretierung hat. Zumindest nicht beim TR6.

Vielmehr ist es so, dass sie von der Führungshülse des Ausrücklagers in Position gehalten wird. Sie kann also gar nicht weg.

Wenn du die Welle heraußen hast wäre es sehr gut wenn du die Lagerbuchsen der Welle tauscht. Die Hebelseitige ist sehr wahrscheinlich verschlissen. Das Gehäuse ist an der Stelle breit genug um zwei dieser Buchsen aufzunehmen. Habe bei mir auch zwei Buchsen eingesetzt und zwischen den Buchsen von unten ein Loch gebohrt damit ich per Schmiernippel ab und zu mal einen Tropfen Fett hineindrücken kann.

Bernhard
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mn-nl
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Re: Ausrückwelle arretierung

#5

Beitrag von mn-nl »

Die Welle sollte auch keine Arretierung in der Glocke haben. Denn die Position wird von der Gabel bestimmt und sollte nicht anderswo noch eine Bewegungseinschränkung haben. Das nähmlich kann nur zu Spannung in der Konstruktion und Ausfall der Teile führen. Das wurde schon durchdacht, damals....
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darock
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Re: Ausrückwelle arretierung

#6

Beitrag von darock »

Mir fällt gerade ein, dass zwischen Hebel und Glocke an der Außenseite eine Feder ist.

https://www.rimmerbros.co.uk/Item--i-GRID600014

Nummer 19.

Sie verhindert, dass die Welle unkontrolliert hin und her wackelt. Bestimmt wird die Position aber trotzdem ausschließlich von der Führungshülse des Ausrücklagers.

Nummer 20 ist übrigens die besagte Lagerbuchse der Welle. Gleich 3 Bestellen. Hebelseitig zwei neue rein und gegenüber nur eine neue. Die meiste Kraft trägt die Hebelseite.

Bernhard
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Re: Ausrückwelle arretierung

#7

Beitrag von S-TYP34 »

Hallo Leute
Es gibt doch verschiedene Ausrückwellen,
die Frühen, TR2/3/3A/4 die mit Schmiernippel und Halteschraube gehalten wurden
und die Späten, TR4a/5/250/6/Stag die etwas kürzer waren und keine Schmiernippel mehr haben.
Bei den frühen Getriebegehäuse ist eine lange Lagerbuchse mit einer Aussparung für die Halteschraube verbaut
und bei den späten Getriebegehäuse sind kürzere Lagerbuchsen,
die auch an anderer Stelle passen verbaut worden,
die Einsparung an Material u. Zeit hat zugeschlagen und besser ist es nicht geworden!
Die Ringfeder auf der Kupl.-nehmerseite ist bei beiden Wellen verbaut.
Harald
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Re: Ausrückwelle arretierung

#8

Beitrag von S-TYP34 »

Hier noch Bilder der Wellen!

Harald
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Eckhard
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Re: Ausrückwelle arretierung

#9

Beitrag von Eckhard »

mn-nl hat geschrieben:Die Welle sollte auch keine Arretierung in der Glocke haben. Denn die Position wird von der Gabel bestimmt und sollte nicht anderswo noch eine Bewegungseinschränkung haben. Das nähmlich kann nur zu Spannung in der Konstruktion und Ausfall der Teile führen. Das wurde schon durchdacht, damals....
Stimmt :!: :!:

Neue Buchsen aus Messing in verschiedenen Längen schon 2007 angefertigt und beide Enden der Ausrückwelle mit Schmiernippeln versehen (Die lange Buchse an der Betätigung)
Einmal im Jahr ein Stoss mit der Fettpresse genügt

Eckhard
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Re: Ausrückwelle arretierung

#10

Beitrag von exel »

danke schon mal für die Antworten.
Neue Messingbuchsen, gute Idee, werde ich machen, aber was ist mit dem Einstich, der in manchen Wellen vorhanden ist,
gehört da nicht auch die entsprechende Schraube durch, wie gesagt, in der Glocke ist das Gewinde ja auch vorhanden?

Gruß Rupert
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Re: Ausrückwelle arretierung

#11

Beitrag von Eckhard »

Der Einstich hat in diesem Falle keine Funktion
Wie Marc schon geschrieben hat wird die Welle mehr oder weniger durch die Gabel des Ausrücklagers in der richtigen Stellung "fixiert"

Eckhard
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Re: Ausrückwelle arretierung

#12

Beitrag von Jacky »

Hallo,

wenn ich das richtig verstehe, müsste ich doch in mein TR4A Getriebe auch problemlos eine abschmierbare Ausrückwelle von einem TR3- TR4 einbauen können?

Viele Grüße
Walter
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Re: Ausrückwelle arretierung

#13

Beitrag von S-TYP34 »

Ja Walter
richtig verstanden.
Wenn Du abschmierbare eine Welle brauchst,
habe noch einige mit Schmiernippel zvk.
Harald
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Re: Ausrückwelle arretierung

#14

Beitrag von Schnippel »

Jacky hat geschrieben: 18.03.2023, 07:30 Hallo,

wenn ich das richtig verstehe, müsste ich doch in mein TR4A Getriebe auch problemlos eine abschmierbare Ausrückwelle von einem TR3- TR4 einbauen können?

Viele Grüße
Walter
Hallo Walter,
das kannst auf Dauer vergessen !
In der Praxis bewährt hat sich die 6er Ausrückwelle.
Im Getriebegehäuse treibst du auf jeder Seite zwei Gleitlagerbuchsen ein. (Die Originalen TR 6)
Wenn alles zusammengebaut ist,sprühst du die Lager/Welle gründlich mit LM Kettenspray ein.
Und jedes mal wenn du an der Maschine einen Ölwechsel durchführst sprühst du von außen die Welle/Buchsen ein.
Das Mittel zieht ganz hervorragend ein.
So machen ich das bei jeder Gesetzesrevision.
Und das hält,weil Verdoppelung der Lagerfläche und keine Nut in der Welle.
In meinem TR 6 Gehäuse z.B. funktioniert das jetzt über 200000 km, reicht das als Begründung ?

Munter bleiben
Ralf
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Re: Ausrückwelle arretierung

#15

Beitrag von Jacky »

Hallo,

vielen Dank für die Informationen. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, was ich mache.

Vielen Dank und viele Grüße
Walter
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