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Ausrücklager TR4 -
Verfasst: 19.08.2013, 21:37
von UweK
Abend TR-Gemeinde,

ich habe am Wochenende mein bisher nur im Stand gelaufenes TR4-Getriebe (Restauration biegt auf die Zielgerade ein ;-) wieder ausgebaut, weil das Ausrücklager bei jeder Betätigung Geräusche macht. Alle Kupplungsteile sind neu. Das Lager - und ein zweites identisches, das ich habe -machen schon beim bloßen Drehen mit der Hand Geräusche und haben seitliches Spiel. Die Teile sind von M aus GB und B aus L.

Nun meine Frage: gibt es da andere Hersteller/Anbieter, deren Qualität besser ist? Ich habe natürlich schon die Suchfunktion bemüht, aber außer ähnlichen Klagen nur Tipps in verbindung mit erheblichen Umbaumaßnahmen (Umbau TR 4 auf 4A Kupplung, Gunst-Lager oder hydraulische Ausrücklager) gefunden. Es muss doch auch einsatzfähige Lager geben. Oder findet Ihr Euch mit den Geräuschen ab, wenn der Getriebtunnel erst mal drauf ist?

Grüße, Uwe (der den Getriebeausbau nicht jeden Monat wiederholen möchte)


Verfasst: 20.08.2013, 05:22
von Triumphator
....Ausrücklager vor dem Einbau in Öl "einweichen"....oder in erwärmtem Fett...

Grüße

Wolfgang

Verfasst: 20.08.2013, 09:50
von darock
Das Gunst Lager ist wohl das beste ... aber auch das teuerste.

Bernhard

Verfasst: 20.08.2013, 10:04
von RobertB
Frage an alle:
wo gibt es das "Gunst"-Lager eigentlich noch, nachdem die Firma ja nicht mehr existiert? :o

Gruß Robert

Verfasst: 20.08.2013, 10:10
von darock
Ich habe nicht geschaut, aber ein Email bekommen, dass eine Firma das Business von Gunst übernommen hat. Müsste also noch verfügbar sein.

Bernhard

Verfasst: 20.08.2013, 11:50
von TR_6000
Hallo,

das ursprünglich von Joachim Gunst verwendete Lager für TR4A -6 gibt es nicht mehr, da es vom Hersteller durch ein anderes ersetzt wurde.
Das war allerdings schon zu Lebzeiten von Joachim so...

Wir haben nun die von Joachim Gunst eingebrachten Verbesserungen mit dem neuen Ausrücklager kombiniert, d.h. eine anderen Träger machen lassen, die Gleitsteine verbessert, so dass sie unmissverständlich einzubauen sind etc.

Das Lager an sich ist weiterhin aus der Großserie und greift, ebenso wie der Vorgänger, möglichst weit innen an den Federn des Kupplungsautomaten.
Hierdurch wird die Hebelwirkung besser ausgenutzt und dadurch die Pedalkraft im Vergleich zu anderen A-Lagern reduziert.

TR3 und 4 bauen wir entsprechend um, so dass sowohl Kuplungsscheibe, -automat als auch Ausrücklager passen.

Gruß
Robert

Verfasst: 20.08.2013, 11:54
von gelpont19
Robert - haste vielleicht mal Fotos ?

win

Verfasst: 20.08.2013, 12:16
von TR_6000
Bild

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Ausrücklager

Verfasst: 20.08.2013, 17:09
von UweK
Hallo zusammen,

ok, danke für Eure Infos. In Summe meint das: mit der angebotenen Qualität für TR 3/4 leben oder auf TR4A umbauen und dann ggf. das Gunst/Racinggreen Nachfolge-Modell einbauen.

Werde jetzt mal bei Volker Herrmann ein handelsübliches Lager ordern und mal schauen, was da kommt. Umbau erscheint mir im ersten Schritt etwas aufwendig.

Aber just for information: was muss man umbauen? Ist es mit Schwungscheíbe, Kupplungsautomat, -druckscheibe und Ausrücklager getan, oder sind auch weitere Teile (Nehmerzylinder o. ä.) auszutauschen.

Grüße

Uwe

Verfasst: 20.08.2013, 18:04
von Z320
Hallo Robert,

danke dass du dich als Profi einschaltest!
Kannst du bitte mal was zur Schmierung des Lagers sagen?
Ich habe Zweifel, dass es richtig ist es mit Öl oder Fett zu fluten.

Grund:

Als mein Getriebe vor 2 Jahren draußen war habe ich das einwandfreie
und sehr leicht laufende Ausrücklager "zum Spaß" auf die Drehbank
gespannt und mit 3.000 U/min laufen lassen.

Habe mich erst nicht recht getraut, bin aber mutig und habe festgestellt,
dass ich den Außenring problemlos mit 3 Fingern sofort zum stehen bringen konnte,
während das Lager mit 3.000 U/min dreht, d.h. die Kugeln bescheunigten extrem schnell,
sobald man die Kupplung tritt.

(Eingebaut ist es natürlich anders herum: das Lager ruht und der Außenring
wird bei der Betätigung der Kupplung in "0,nix von 0 auf 100" beschleunigt!)

Dann habe ich wie mir empfohlen ordentlich Öl und Fett rein
und war baff erstaunt wie schwer das Lager lief.
Auf der Drehbank wirkten Öl und Fett derart zäh, dass der Außenring,
der auch die Federlamellen der Kupplung drückt, deutlich schwerer zu bremsen
(bzw. zu beschleunigen) war, und dies noch ohne Alterung und Verharzung.

Ich befürchtete, dass der Außenring über kurz oder lang bei jeder Betätigung
der Kupplung auf den Federlamellen der Kupplung schliefen wird.

Ich habe daher Öl und Fett gründlich mit Benzin ausgewaschen,
das Lager ausgeblasen und stattdessen etwas Petroleum rein gegeben.
Ballistol oder Nähmaschinenöl wäre ggf. auch gegangen.
Das lief auf der Drehbank wieder einwandfrei und im Auto seither auch.

Vielleicht kannst du meine Bedenken aber auch zerstreuen,
was sicher alle freut, die bisher satt Fett und Öl ins Lager gegeben haben.

Grüße
Marco

Verfasst: 20.08.2013, 18:11
von Willi49
@ Robert,
habe durch eure Achsschenkel Vertrauen zu euch gefasst. :D
kannst ruhig hier mal den Preis nennen. Ich glaube das ist im Sinne vieler
die die Fr..... voll haben von dem üblichen Müll. Ein kluger mann hat mal gesagt "ich kann mir nichts billiges leisten".
Willi
P.S. verstehe ich das richtig so, dass dieses Lager beim 6er ohne weiteren Eingriffe paßt?

Verfasst: 20.08.2013, 18:54
von crislor
Bei meiner TILTON-Ausrücklager/Zylindereinheit habe ich auf Empfehlung des Herstellers ein SACHS-Racing-Vordruckventil eingebaut. Dieses sorgt dafür, dass das Ausrücklager immer leicht mitläuft. Sprunghafte Beaufschlagung mit hoher Drezahl ( so ein 4er kann auch über 6.000 ;D ) gibt es dadurch nicht mehr.

Verfasst: 20.08.2013, 20:06
von Z320
Hallo Cris,
danke, gute Vorlage, aber mal ehrlich - keine echte Antwort!
Was hast du getan, damit ein Lager immer leicht und nie schwer mitläuft?
Bzw. damit es nicht ständig auf dem Federlamellen rutscht weil es zu schwer läuft?
Das betrifft auch das immer mitlaufende Gunst-Lager? Öl oder nicht Öl....
Ich hätte damals vor 2 Jahren einfach nichts tun sollen....
Grüße Marco

Verfasst: 20.08.2013, 20:26
von crislor
Gekauft, eingebaut und gut. Von Schmieren sagt Tilton nichts.
Allerdings ist das kein Einbau für Frischlinge. Es muss eine Adapterplatte angefertigt und der Flansch in der Glocke angepasst werden. Außerdem ist es nicht originoooool ;D

Verfasst: 20.08.2013, 20:35
von Z320
crislor hat geschrieben:Gekauft, eingebaut und gut. Von Schmieren sagt Tilton nichts.....
Cris, danke, eine eindeutige gehaltvolle Antwort: einbauen wie es ist.