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Hinterradbremse TR3

Verfasst: 20.03.2013, 19:37
von mijo
Hallo,

ich habe mit der rechten Hinterradbremse ein Problem. Beim TÜV Termin wurde festgestellt, das die rechte Seite fast keine Bremsleistung hat. Darauf hin habe ich die Bremse auseinandergebaut. Der Bremsbelag hatte einen Belag, der sich anfasste wie Altöl. Den Belag habe ich gegen einen neuen getauscht. Danach die Bremse über den Excenter eingestellt und das Bremssystem entlüftet. Die rechte Bremse hat im Gegensatz zur linken Seite immer noch eine schlechtere Bremsleistung. Bei eiener Vollbremsung blockiert die linke Seite, die rechte nicht. Gibt es noch einen Trick, die beiden Seiten gleichmäßig einzustellen?

Gruss
Mike

Verfasst: 20.03.2013, 19:52
von mijo
Hallo,

ich habe natürlich beide Beläge gewechselt. Das Problem mit dem bremsen ist aber neben der Handbremse auch bei der normalen Bremse.

Gruss
Mike

Verfasst: 20.03.2013, 19:53
von Drolli
Hallo Mike,
Bremsbeläge grundsätzlich auf beiden Seiten wechseln,da wie Du es gemacht hast, die linke alte Seite ,da eingebremst,ein größeres Bremsmoment zeigen wird.
Grußaus dem Norden
Carl

.

Verfasst: 20.03.2013, 20:46
von quertreiber
Hallo Mike,

falls du das Lockheed-Bremssystem drin hast, kann ich zu dem Thema nichts sagen. Das trifft bis Fahrgestellnummer TS1304 zu, sofern nichts umgebaut ist.

Falls du aber das Girling System drin hast, alle vier Bremsbacken (also beide auf der linken und beide auf der rechten Fahrzeugseite) getauscht hast und das Problem weiterhin existiert, würde ich ovi-wan's Tipp folgen und die Lagerstelle der Handbremshebel überprüfen. Dafür muss der Radbremszylinder gelöst werden. Wenn du auch nur geringe Verschleißspuren an der Bremsankerplatte vorfindest (wenige Zehntel), dann solltest du diese per Auftragsschweißung entfernen und die Fläche wieder eben schleifen. Anschließend alle Reibflächen des Handbremshebels und des Radbremszylinders mit Bremsenpaste oder Kupferfett schmieren.
Eben dieses Problem hatte ich bei unserem TR4 auch und nach dem Schweißen und Schleifen war es weg.

Eine zweite Ursache kenne ich auch aus eigener Erfahrung: Ich hatte mal in bester Absicht die Handbremse so eingestellt, dass sie schon bei drei Klicks am Hebel voll wirkte. Das stellte sich als zu knapp raus, weil sich das Seil in der Länge verändert, wenn das Fahrzeug ein-und ausfedert. Also hier nicht übertreiben!

Gruß aus dem kalten Süden der Republik!

Charly

Verfasst: 20.03.2013, 22:19
von seidelvc69
Hi, du schreibst : "Der Belag fasst sich an wie Altöl"? Ist die Bremse hinten ölverschmiert kann es sein, daß der
Simmerring zum Differential hin undicht ist. In diesem Fall muß
der Simmerring auch gewechselt werden sonst
verfetten die neuen Beläge sofort wieder. Wenn in der Trommel
etwas feucht ist, sollte der Sache auf den Grund gegangen werden -
es könnte ja auch Bremsflüssigkeit sein! Gruß Dieter

Verfasst: 21.03.2013, 15:19
von Willi49
Hallo Mike,
bei dieser Gelegenheit, schau einmal die Verlegung der Bremsleitung an, liegt sie innerhalb des Fangbandes auf dem Achsrohr?? ist sie dort vieleicht plattgequetscht. Die BL wird gern falsch verlegt, sie gehört immer außerhalb des Fangbandes. Kannst in meinem Profil nachsehen welche Stelle gemeint ist.
Kommt Dein feedback?
Grüße
Willi

Verfasst: 21.03.2013, 21:29
von seidelvc69
"Die BL wird gern falsch verlegt, sie gehört immer außerhalb des Fangbandes."

Willi das ist nicht richtig. Die Bremsleitung liegt beim TR3,3A,4 zusammen
mit der Hinterachse INNERHALB des Fangbands. Sie wird an einer Stelle dicht am Achsrohr
langgeführt, wo sie beim Einfedern nicht zwischen Rohr und
Fangband eingequetscht werden kann. Zusätzlich ist in dem
Bereich noch eine Sicherundsschlaufe verlegt die die Bremsleitung
fest am Achsrohr hält. Gruß Dieter

Verfasst: 21.03.2013, 21:53
von mijo
Hallo,

danke für die vielen Antworten. Da mein TR3 leider nicht in meiner Garage steht, kann ich erst am Samstag nach der Bremsleitung schauen.



Gruss
Mike

Verfasst: 22.03.2013, 10:00
von Willi49
Ich habe diesen Weg gewählt, scheint mir die sichere Seite zu sein.
Bild
Das hatte ich vorgefunden: Bild
Der brauchbare Platz für die Leitung innerhalb des Fangbandes zu Bremszylinder ist sehr begrenzt.
Es gibt noch einige Bilder in unserem TRiki: Hinterradbremse.



Grüße
WilliBild

Verfasst: 24.03.2013, 11:56
von mijo
Hallo,

mein TÜV Prüfer hatte ein Einsehen mit meine TR3. Er darf jetzt wieder auf die Straße.
Gewechselt habe ich auch die linke Seite. Nach dem ich die gesamte Anlage entlüftet und die Handbremse eingestellt hatte, war die Bremseleistung auf beiden Seiten gleich. Die Simmerringe der Hinterachse und die Bremszylinder werde ich jetzt vorsorglich auch wechseln. Die Bremszylinder wurden zwar erst vor 2 Jahren gewechselt, sehen aber nicht mehr vertrauenserweckend aus. Gibt es einen Händler, von dem die Bremszylinder und Simmerringe etwas länger halten?


Gruss
Mike

Verfasst: 24.03.2013, 18:16
von seidelvc69
Hi Mike, das sieht ja immer sehr schmutzig aus wenn man die
Bremstrommel abzieht. Das ist aber eigentlich ganz normal, denn
hier sammelt sich Bremsstaub und auch Staub von der Straße.
Ich bin schon mal mit meinem 4er zum Waschplatz gefahren, hatte
das passende Werkzeug dabei, hab den Wagen hinten hochgebockt,
Rad ab, Trommel ab und mal eben vorsichtig den Hochdruckreiniger
dran gehalten - danach ließ sich doch viel besser arbeiten.
Wenn also die Radbremszylinder nur dreckig aussehen müssen sie
nicht gleich ausgewechselt werden. Entscheidend ist, ob sie noch
voll funktionstüchtig sind und vor allem auch noch dicht sind.
Wenn Feuchtigkeit in der Bremstrommel ist und gleichzeitig
übermäßig oft vorn im Motorraum Bremsflüssigkeit fehlt, dann
kann das auf undichte Radbremszylinder hindeuten. Dann müssen
sie natürlich gewechselt werden.
Die Simmeringe wechseln ist schon eine Nummer aufwendiger.
Die Girling Hinterachse (ab Fahrgest.-Nr.: TS 13046) hat an jeder
Seite 2 Simmerige. Den äußeren, der zum Lager hin das Fett aus
der Bremstrommel fernhalten soll, zu wechseln ist Aufgabe eines
Spezialisten und sollte nur wenn es unbedingt nötig ist gemacht
werden. Es muß nämlich der Flansch vom Konus der Radnarbe
abgezogen werden. Eine ziemlich heikele Geschichte.
Den kleinen inneren Simering, der im Achsrohr steckt, kann man relativ leicht wechseln - man
muß allerdings die komplette Halbachse rausziehen. Beim Zusammenbau
dann aber auch unbedingt das Achsialspiel genau nach WHB einstellen.
Gruß Dieter