Kaufberatung Käfer

... das Wetter z.B. :-)
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Kaufberatung Käfer

#1

Beitrag von JochemsTR » 18.10.2020, 07:13

Hallo TR Freunde,
was die Freundin/Frau sich wünscht soll sie ja bekommen....

Ein Oldtimer Käfer – Cabrio soll her.
Leider kenne ich mich damit überhaupt nicht aus, aber vielleicht gibt es ein oder andere Tipp hier.

Ziel:
Cabrio und Spaß zum Fahren. Eine Investitionsanlage soll es nicht werden und wie ich mich selbst kenne, werde ich ein oder andere Umbau (Motor usw.) vornehmen. Also sind Tipps zu Teile Versorgung bzw. Webseite hilfreich. Kein Restaurationsobjekt aber Kleinigkeiten darf es geben. Hauptsache die Basis ist in Ordnung.

Fragen:
Welche Modellreihe 1200/1300/1302/1303/1500/1600 usw. soll man am besten wählen?
Hinweise auf Käfer Community (ähnlich wie TR-Freunde)
Hinweise auf Online-Shops (Rimmer, Moss, Limora usw.)
Kaufberatung

Vorab schon mal herzlichen Dank für Tipps und Tricks... (auch via PN, Email, Anruf oder Whatsapp)
Grüße Jochem
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Re: Kaufberatung Käfer

#2

Beitrag von POW40 » 18.10.2020, 08:11

Happy Wife, Easy Life......

Bin durch den gleichen Schritt gegangen, Frau wollte Käfer Cabrio, ich ihr etwas anderes einreden. Irgendwann sagte mir ein kluger Freund, kauf ihr die Kiste, sei froh, das sie überhaupt einen Oldtimer will. Recht hat er :-D

Es ist letztes Jahr ein 1303LS geworden in Colibri Grün mit schwarzem Dach. Auto hat ein mildes Motortuning. Interessanterweise ist das mittlerweile von allen Oldies bei uns der Meistbewegte, im Sommer beinahe ihr Daily. Das Ding ist wie ein Golden Retriever, beruhigend & alle lieben ihn. Für die Stadt ist die Leistung auch hinreichend, auf Landstrassen flaniert man eher.....

Wenn Du nicht spezielle Nostalgie-Wünsche nach der Ur-Version hast, würde ich mind. zum 1302, eher zum 1303 raten, weil dann mit MacPherson-Federbein-Vorderachse (began mit dem 1302), Schräglenkerachse hinten, mit 50 Serien PS etwas flotter (mit weniger PS muss man wirklich wollen, vor allem wenn es mal hügelig wird), Panoramascheibe, Scheibenbremse vorn, Rollenlenkung.....die Elefantenfüsse, Blinker auf dem Kotflügel, Kunststoff Cockpit des 1303 sind nicht jedermans Sache, mich stören sie aber nicht.

Rost findest Du vor allem und gerne am Rahmenkopf, Napoleonhut, Endspitzen, Reserveradmulde, Heizkanäle, A-Säule... Verdeck sollte in gutem Zustand sein, weil aufwendig und teuer. Ersatzteile gibt es zu hauf, leider wie bei den Engländer aber in zunehmend schlechterer Qualität. Bei Dichtungen eigentlich nur noch Murcks, weil wie bei unseren TRs bekannte Grosshändler den Markt mit Billig-Zeugs fluten und die Qualität verdrängt haben.

Es werden viele Cabrios in den Online-Börsen angeboten, habe mir einige Autos angeschaut und meist hat der Blick auf den Unterboden und die Falze die Suche beendet (wegen Rost oder dicker Pampe unter der Kiste). Falls Geld egal ist, schau mal bei Memminger (alternativ kannst Du ihr dann aber auch ein 911 G-Modell Targa kaufen 8-O )

Gruss & viel Erfolg
Oliver

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Re: Kaufberatung Käfer

#3

Beitrag von POW40 » 18.10.2020, 08:25


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Re: Kaufberatung Käfer

#4

Beitrag von JochemsTR » 18.10.2020, 08:33

Hallo Oliver,
vielen vielen dank.
Kurze Frage....soll der Unterboden idealerweise frei sein oder lieber mit Unterbodenschutz konserviert sein?
Bei meinem TR6 habe ich nur Lack...ich mag das Zeug gar nicht....
Grüße Jochem
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Re: Kaufberatung Käfer

#5

Beitrag von Kamphausen » 18.10.2020, 09:09

1302 mit Drehstromlichtmaschine und Hochleistungs-Heizbirnen ... :top:

Das 1303´er Cockpit verursacht Augenkrebs...subjektiv betrachtet...

Wobei ich eh eher zu nem Karmann Ghia Cabrio aus 1969/70/71 tendiere:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... ommend_DES

Die kann man auch als Wertanlage nehmen...

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Re: Kaufberatung Käfer

#6

Beitrag von kobold » 18.10.2020, 11:28

Hi Jochem,
ich habe mit 18 einen 1303er Cabrio „Scheunenfund“gekauft und nach kurzer Zeit hatte sich herausgestellt dass nur zwei Optionen bleiben: direkt verschrotten oder Karosse abheben und Vollprogramm. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und so habe ich die folgenden 3 Jahre quasi in der Garage gelebt. Hab das gute Stück aus jugendlichen Leichtsinn leider nicht original aufgebaut, sondern mit Leistungssteigerung, 16“ Füchsen, Recaros,... Nach 20 Jahren Käfer war die Liebe nicht mehr da. Dafür umso mehr der Wunsch einen TR zu fahren 😊

Du hast sicherlich schon genügend Kaufberatungen gelesen. Wenn du einen schönen, bezahlbaren ohne Unterbodenschutz findest würde ich den (sofern gut) auf jeden Fall vorziehen. Das Thema Rost ist beim Käfer nicht zu unterschätzen und ist eine ganz andere Liga als beim TR. Memminger baut schöne und gute Fahrzeuge auf, aber für das Geld würde ich mir ein anderes Auto leisten. Bei VW direkt gibt es zwischenzeitlich nicht mehr so viele Teile auf Lager und wenn dann wird schon ganz ordentlich Geld verlangt. Ich kann dir leider keinen Tipp geben wo man gute Teile für faires Geld bekommt (zu lange her). Es gibt viele Bastelbuden, welche in den 90er Jahren „restauriert“ wurden. Auch wenn das Fahrwerk bei den 130x Modellen das bessere ist würde ich heute eher zum kurzen Vorderwagen tendieren. Wie Oliver schon geschrieben hat ist die Leistung für die Stadt ganz okay. Aber auch mit 1835ccm (damals 88PS auf Prüfstand) wird dich das Krabbeltier nicht in den Sitz drücken. Sofern du den Motor in Angriff nehmen möchtest, der Typ 1 kann bis ca 2L aufgebohrt werden. Danach wird’s kritisch, dann besser gleich auf Typ 4 umbauen. Das ist allerdings deutlich kostspieliger.
Lass dir auf jeden Fall Zeit. Es gibt sehr viel Schrott der angeboten wird.
Gruß
Frank

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Re: Kaufberatung Käfer

#7

Beitrag von Rallye78 » 18.10.2020, 12:46

Hi Jochem,
siehe PN. Ich beschäftige mich mit dem Thema VW-Käfer seit fast 2 Jahren
Gruß Eugen

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Re: Kaufberatung Käfer

#8

Beitrag von POW40 » 18.10.2020, 14:43

Hallo Jochem

an den Reaktionen siehst Du bereits - wie bei TRs - gibt es Fraktionen, was der heilige Gral der jeweiligen Baureihe ist. Am Ende musst Du Dir überlegen, was Dir wichtig ist und gefällt. Meine Kiste wird von meiner Frau gefahren und Anforderung war, dass der Käfer absolut zuverlässig ist, vernünftig bremst (Scheiben), auch bei schaltfaulen Fahrerrinnen noch beschleunigt (50+PS Motor mit optimiertem Drehmoment), halbwegs vernünftig liegt (Federbein/Achse hinten) Kopfstützen, "vernünftige" Sitze, Dreipunktgurte inkl. hinten und nicht irgendwelche Kniffe, Beachten usw erfordert. Sonst wird sie schnell den Spass verlieren.

Das ist der Grund, warum es bei uns ein relativ "junger" Käfer mit Baujahr 74 wurde.

Geschmack liegt bekanntlich im Auge des Betrachers . Für mich geht ein 1302 Cockpit etwa gar nicht, weil eine krude Mischung aus Blech / Lack und bereits Plaste. Also nichts Halbes und nichts Ganzes. Quasi ein Hybrid, was ich auch bei Antriebskonzepten ablehne: Entweder oder :P:baeh: Optisch finde ich ein 1300 Cockpit schick, weil die Ur-Form, da ist aber eben auch die Technik noch Urform.....Das Voll-Plastik Cockpit mit den ATS Speichen finde ich vermutlich auch deshalb schick, weil so die Muttis in der Nachbarschaft mit den süssen Töchtern damals noch herumfuhren :-D

Du musst Dich also entscheiden :-?

Viel Erfolg
Oliver
1303 Cockpit.JPG
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Re: Kaufberatung Käfer

#9

Beitrag von JochemsTR » 18.10.2020, 16:49

Vielen Dank für diese konstruktive Beiträge!
Ich sammle diese Information aber ich kann mir bereits ein Bild machen.
Grüße Jochem
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Re: Kaufberatung Käfer

#10

Beitrag von maetes » 18.10.2020, 21:02

Hi Jochem,
du bist TR6-Fahrer, wahrscheinlich sind die Tipps zu den 70er Käfern bisher für die auch das Richtige.

Ich habe mich nicht ohne Grund für einen TR4 entschieden. Bin halt ein unverbesserlicher 60er Jahre Fan. Mein erstes Auto war ein 1962er 1200 34PS Käfer in der Export-Ausführung. Das war der erste mit großer Heckscheibe. Schwarz mit cremefarbenen Polstern und großem Faltdach. Cabrio konnte ich mir von meinen Schüelrjobs nicht leisten. Ich habe ihn 1978 für 1000 DM in Top Zustand gekauft und zwei Jahre später für 4000 DM (das war der Neupreis....) verkauft, um mir den 356er Traum zu erfüllen, der damals noch bezahlbar war. Habe ich dann doch nicht getan, aber mein geliebtes erstes Auto war weg. Was dir die 70er-Käfer bieten können, ist bessere Technik, mehr PS und viel Kunststoff. Was ICH an meinem Käfer geliebt habe, ist das komplette Gegenteil: Ein Armaturenbrett aus Blech, eine absolut simple Technik (Motorwechsel in einer Stunde), die liegenden Scheinwerfer, der positive Radsturz und ein immer noch ursprüngliches Design ohne jede Überformung. Die Elefantenfuß-Rückleuchten sind mir immer ebenso fremd geblieben wie die gewölbte Frontscheibe.

Wenn deine Frau Wert auf halbwegs zeitgemäße Technik legt, folge meinen Vorrednern. Wenn sie das Ursprüngliche sucht, denk noch einmal nach. Geschwindigkeit ist nicht alles....

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Re: Kaufberatung Käfer

#11

Beitrag von JochemsTR » 19.10.2020, 03:47

Wenn deine Frau Wert auf halbwegs zeitgemäße Technik legt, folge meinen Vorrednern. Wenn sie das Ursprüngliche sucht, denk noch einmal nach. Geschwindigkeit ist nicht alles....
Nein, die möchte Spaß am Fahren haben. Wenn wir gemeinsam mit dem TR unterwegs sind, fährt sie hauptsächlich. Wie es den meisten geht, so einen Oldtimer Käfer, Fiat500 oder was dann auch, bringen nun mal erinnerungen hoch nach eine Zeit wo alles noch etwas unkomplizierter war. Manchmal lebt man gerne in der Vergangenheit.

Mich persönlich gefällt die etwas bessere Technik und höhere Motorleistung welche in der 130x modelle implementiert wurde.
Meine Claudia hat den Auftrag bekommen "Suche dir einen Käfer 1303 mit eine Farbe die dir gefällt, idealerweise in einem 200km Radius". Rest kümmere ich mich. Sie soll sich ja auch am Projekt beteiligen. Ein Budget von ca. 20T liegt auf dem Tisch....das müsste machbar sein. Mobile.de und Kleinanzeigen geben einiges her. Die Wochenenden im Winter sind für Besichtigungen vorprogrammiert. Bin gespannt ob sie die Nummer durchzieht. Wie bei den TRs, mit eine Beschreibung und paar hübsche Bilder ist es noch nicht getan, es wird auch Schrott angeboten.

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Re: Kaufberatung Käfer

#12

Beitrag von Timm » 19.10.2020, 13:09

Modell Baureihe ist Geschmack, Technik alles machbar und Teileversorgung ist gut. Das wichtigste ist 1.Rost, 2. Rost und 3.Rost. Und das avisierte Objekt muss einem geschmacklich zusagen (z.b. Farbe, Innenaustattung und Felgen). Hier groß Kompromisse einzugehen oder schon Änderungen einzuplanen kann nerven.

Also wenn es einen anlacht und rostmässig gesund - kann losgehen. Und mit dem Budget ist sicher was machbar.

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